Literatur aus Irland

Land & Leute

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Falls im stationären oder Online-Buchhandel vergriffen sind die meisten der hier
vorgestellten Bücher antiquarisch bei zvab.com erhältlich

Bücher aus Irland: Anne Chambers, Grace O’Malley

Anne Chambers

Granuaile – Grace O’Malley

Erstveröffentlichung: 1979
Sprache: Englisch
Erw. Neuausgabe, 214 Seiten, Br.
Gill & Macmillan, Dublin 2009

ISBN 978-0-7171-4582-9

Aus einem Brief von Sir Henry Sidney, Lord Deputy of Ireland, aus dem Jahr 1577:

There came to me also a most famous feminine sea captain called Granny Imally and offered her service unto me, wheresoever I would command her, with three galleys and two hundred fighting men, either in Scotland or in Ireland. [...] This was a notorious woman in all the coasts of Ireland.

Als furchtlose Anführerin zu Land und zur See, politische Pragmatikerin und Taktikerin führte die nach den Worten des englischen Vizekönigs Sir Henry Sidney an allen Küsten Irlands berühmt-berüchtigte Grace O’Malley ihren Clan durch die politischen Wirren des 16. Jahrhunderts, in einer Zeit, in der die englische Krone die praktische Kontrolle über Irland gewann und die Macht und der Einfluss der unter sich zerstrittenen irischen Häuptlinge schwanden.

Im Alter von 16 Jahren verheiratet sie ihr Vater gegen ihren Willen mit ‘Donal dem Schlachtenreichen’ von den O’Flahertys aus Connemara. Sie bekommt drei Kinder, doch dann macht sie ihrem Gatten Konkurrenz und mehr Beute zu Wasser als er zu Lande. Als Donal ermordet wird, kehrt sie als Witwe heim nach Clare Island und wird als erste Frau Oberhaupt ihres Clans. Als Höhepunkt in ihrem Leben gilt ihre Begegnung mit der mächtigen und unnahbaren englischen Königin Elisabeth I, zu der sie 1593 reiste, um ihren gefangenen Sohn Tibot freizubekommen. Ihre Nachfahren arrangieren sich mit den englischen Herrschern. Lord Jeremy Altamont vom Westport House im County Mayo ist stolz, sie zur Vorfahrin zu haben.

In der Rubrik Nicht nur für Kinder finden Sie in deutscher Sprache einen historischen Roman über das Leben von Grace O’Malley.

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Bücher aus Irland: Anne Chambers, Maharajah of Connemara

Anne Chambers

Ranji – Maharajah of Connemara

Sprache: Englisch
212 Seiten, broschiert
Wolfhound Press, Dublin 2002

ISBN 978-0-86327-893-8

Wie alles begann – einige Zeilen aus dem Prolog:

17 July 1924. ... The mail boat sailed into Kingstown Harbour and tied up at its accustomed berth. To the curious bystanders it was obvious that this daily occurrence was, that morning, different. A contingent of the newly formed national Guard was drawn up on the quayside. Irish Free State ministers and officials stood waiting nearby. Attracted by the spectacle the crowd of onlookers grew. All eye were riveted on the gangway. After a slight delay, to a murmur of astonishment from the crowd, a figure appeared, dressed in a blue silk dress-coat, white leggings and a white turban, in the centre of which was a large emerald. His dark face wreathed in smiles, the figure advanced with a jaunty step and shook hands with the Irish Minister for Foreign Affairs, Desmond Fitzgerald. Thus began a nine-year love affair between His Highness Kumar Shri Ranjitsinhji, Jam Saheb of Nawanagar, famous cricketer and statesman, and Ireland – an affair that would culminate only with his sudden death in 1933.

Unweit von Roundstone an der Küste Connemaras liegt Ballynahinch Castle, ein Hotel für wohlbegüterte Angler. In dieser abgelegenen Region tauchte 1924 ein regierender indischer Prinz auf und verliebte sich in die Angelgründe und das Anwesen, das er nach einigen Sommeraufenthalten mit einem in England aufgenommenen Kredit erwarb. Eine schillernde Figur mit guten Beziehungen zur Regierung des Freistaates und beliebt bei den Bewohnern Connemaras, denn er zahlte höhere Löhne als üblich und beglich in Irland entgegen seinen sonstigen Geflogenheiten seine Rechnungen. Alljährlich kaufte er fünf neue Autos, die er am Ende der Sommersaison an verdiente Einheimische verschenkte. Zwei seiner Nichten gingen in Kylemore Abbey zur Schule, wo man noch heute stolz ihre Fotos zeigt.

Anne Chambers hat unter Nutzung von Regierungs- und Privatarchiven sowie Berichten von Zeitzeugen eine lesenswerte Biographie mit vielen bisher unveröffentlichten Fotos verfasst.

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Bücher aus Irland: Terry Eagleton, The Truth about the Irish

Terry Eagleton

The Truth about the Irish

Erstveröffentlichung: 1999
Sprache: Englisch
182 Seiten, broschiert
New Island Books, Dublin 2002

ISBN 978-1-902602-07-3

The Truth about the Irish, die Wahrheit über die Iren von A bis Z, von Alcohol bis Zoological Gardens, so wie sie man sie bisher noch nicht kannten. Die Wahrheit ist selbst mit beschränkten Englischkenntnissen zu verstehen. Hier zwei Ausschnitte:

“Bodhrán: (Pronounced bow-rawn). A large, round, thick-skinned object, usually tight, which you have to hit with a stick to get anything out of. Elsewhere in the world, this is known as a husband. In Ireland it’s a musical instrument, a kind of outsize tambourine played with the hand or with a knobbed bone ...

Joyce: One of Ireland’s leading industries, involving T-shirts, summer schools, pub crawls and a huge amount of kitsch. Rumour has it that this all goes back to an Irish writer called James Joyce, but this is probably mythical and certainly irrelevant ...”

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Bücher aus Irland: Kulturschock Irland

Astrid Fieß und Lars Kabel

Kulturschock Irland

Erstveröffentlichung: 2008
Zweite neu bearbeitete und aktualisierte Ausgabe
288 Seiten, broschiert
Peter Rump Verlag, Bielefeld 2017

ISBN 978-3-8317-2944-9

“Es gibt dieses Irland: wer aber hinfährt und es nicht findet, hat keine Ersatzansprüche an den Autor”, lautet ein Zitat aus Heinrich Bölls Irischem Tagebuch, das die Autoren ihrem Buch voranstellen und es damit auch auf ihr eigenes Werk beziehen.

Die Bücher aus der Reihe Kulturschock des Peter Rump Verlags wollen Reisenden helfen, sich im Alltag der besuchten Länder zurechtzufinden, Vorurteile abzubauen und Fettnäpfchen zu umschiffen. Und so befasst sich der Kulturschock Irland nach einem 30-seitigen Abriss der Geschichte des Landes von der frühgeschichtlichen Zeit bis in unsere Tage mit Alltagskultur, Tradition, Religion, Tabus und sich den daraus ergebenden Verhaltensregeln, mit der Bedeutung der Familie und den Geschlechterrollen, mit dem Leben in der Stadt und auf dem Lande und nicht zuletzt mit der irischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts und den Einstellungen zu Ausländern. Auf dass wir Irland und seine Menschen besser verstehen und als gern willkommene Gäste wahrgenommen werden.

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Bücher aus Irland: James McIntyre, Three Men on an Island

Oliver St. John Gogarty

As I was going down Sackville Street

Eine Phantasie in Tatsachen

Erstveröffentlichung: 1935 (As I was going down Sackville Street)
Ins Deutsche übersetzt von Gerhard Edler
460 Seiten, Leinen, Fadenheftung
Merlin Verlag, Gifkendorf 1996

ISBN 978-3-926112-62-0

“Haben Sie Gogartys Buch gelesen? Hier liest es derzeit jeder”, schrieb W.B. Yeats an seine literarische Freundin Dorothy Wellesley, “einen Wirt am Fluss hörte ich zu einem Gast sagen: Sie können es aufschlagen, wo Sie wollen, wie die ‘imitatio Christi’ [Nachfolge Christi]. Es ist nicht alles Weisheit ..., es ist anspruchsvoll, unverschämt und leidenschaftlich. Keine der darin enthaltenen Attacken gegen Dinge, die ich billige, verärgert mich, das ist so, weil sie leidenschaftlich sind. ... Er ist leidenschaftlich – nicht selbstgefällig –, und so vergeben wir ihm.”

As I Was Going Down Sackville Street lautet der Titel des Buches, um das es hier geht, und die Sackville Street heißt heute O’Connell Street. Gogarty war wegen seines Sarkasmus gefürchtet und stand in den 20-er Jahren mit allen bedeutenden Persönlichkeiten Dublins aus Kultur und Politik in Verbindung, unter ihnen W.B. Yeats, Lady Gregory, James Joyce, George Bernard Shaw, John Millington Synge, George Moore, AE, Lord Dunsany, Arthur Griffith und Michael Collins. Seine biographischen Betrachtungen folgen keiner chronologischen Ordnung. “Erwarten Sie von mir keine Perspektive. Die einzige Art, diese Stadt darzustellen, ist die Art, in der die Chinesen ihre Bilder malen: die Perspektive meiden”, schrieb er einem Verleger. “Ich glaubte, der Freiheit entgegen zu schreiten, eine Bastille niederzureißen – es war nur das Öffnen eines Irrenhauses.”

Mag sein, dass James Joyces Ulysses das große literarische Werk über Dublin ist, doch ‘As I Was Going Down Sackville Street’ ist mein Dublin-Buch. Unterhaltsam, witzig und exzentrisch malt Gogarty mit Leidenschaft und scharfer Beobachtungsgabe ein lebendiges Portrait vom kulturellen und politischen Leben im Dublin der 20-er Jahre.

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Bücher aus Irland: Anne Gregory, Childhood at Coole

Anne Gregory

Me & Nu – Childhood at Coole

Erstveröffentlichung:1970
Sprache: Englisch
128 Seiten, broschiert
Colin Smythe Limited, 2009

ISBN 978-0-86140-010-2

Lady Augusta Gregory (1852–1932) wurde nach dem Tod ihres 35 Jahre älteren Mannes zur Organisatorin und einer der treibenden Kräfte des Irish Literary Revival, einer Bewegung, die die traditionelle irische Literatur förderte. Gemeinsam mit William Butler Yeats und anderen gründete sie das Abbey Theater, das heute als irisches Nationaltheater gilt. Ihr Landsitz Coole Park nahe dem Städtchen Gort in der Grafschaft Galway galt als ein wichtiger Treffpunkt irischer Dichter, Künstler und Literaten wie William Butler Yeats, sein Bruder Jack B. Yeats, Sean O’Casey und George Bernard Shaw.

Fast vierzig Jahre nach dem Tod von Lady Gregory erinnert sich in diesem Buch ihre Enkelin Ann Gregory (1911–2009) an ihre Kindheit, die sie nach dem Tod ihres Vaters im ersten Weltkrieg mit ihrer Schwester Catherine, genannt ‘Nu’, auf dem Anwesen ihrer Großmutter verbrachte. Und falls Sie einmal nach Gort kommen, so wandern Sie durch den Coole Park und lassen sich in dem Besucherzentrum (Eintritt kostenfrei) von Ann & Nu in alten Filmaufnahmen in jene Zeit zurückführen.

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Bücher aus Irland: James McIntyre, Three Men on an Island

James MacIntyre

Three Men on an Island

Sprache: Englisch
152 Seiten, geb., Fadenheftung
The Blackstaff Press, Belfast 1996

ISBN 978-0-85640-582-2

Im Frühjahr 1951 bekam der junge Belfaster Künstler James MacIntyre einen Brief von seinem Künstlerkollegen Gerard Dillon: ob er wohl Lust habe, mit ihm einen Monat oder auch länger auf einer kleinen Insel vor der Küste Connemaras zu verbringen. Sollte er 15 £ auftreiben können, so werde dies alle Kosten decken. Das Wunder geschah, es gelang ihm für 17 £ ein Bild zu verkaufen und er machte sich auf den Weg nach Connemara. In Dublin übernachtete er bei seinem Freund George Campell, der sich ihm anschloss.

Und so begann ein unvergesslicher Sommer dreier irischer Maler auf Inishlacken, einer winzigen Insel vor Roundstone, über den 45 Jahre später dieses Buch entstand. Ein großartiges, humorvolles Buch mit vielen Illustrationen und Bildern des Autors aus jener Zeit.

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Bücher aus Irland: Éamonn Mac Thomáis, Me Jewel and Darlin’ Dublin

Éamonn Mac Thomáis

Me Jewel and Darlin’ Dublin

Erstveröffentlichung: 1974
Sprache: Englisch
192 Seiten, broschiert
The O’Brien Press Dublin, 1994

ISBN 978-0-86278-389-1

Wer Dublin liebt, mag dieses Buch, steht auf dem Klappentext: In der Stimme Éamonn Mac Thomáis werden der Geist der Stadt, ihre Charaktere, die kleinen alltäglichen und großen historischen Ereignisse sowie ihre Wahrzeichen und Geschichten zu einem lebendigen Gobelin aus Farbe und Sprache verwoben. Er führt uns durch die Straßen, die Hintergassen, die Pfandleihen, Märkte und in die alte mittelalterliche Stadt – als kundiger Führer, Historiker und Reporter.

Der Buchtitel klingt etwas kitschig, doch man sollte sich nicht davon irritieren lassen. Éamonn Mac Thomáis schrieb das Buch vor fast vier Jahrzehnten im Gefängnis, wo er als Editor der Sinn-Féin-Zeitung An Phoblacht einsaß. Voll von historischen Fakten, Anekdoten und Dublin-Witz und auch mit durchschnittlichen Englischkenntnissen lesbar. Er starb am 16. August 2002 im Alter von 75 Jahren.

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Bücher aus Irland: Pete McCarthy, McCarthy’s Bar

Pete McCarthy

McCarthy’s Bar

Erstveröffentlichung: 2000 (McCarthy’s Bar)
Übersetzt von Bernhard Robben
387 Seiten, geb.
Malik/Piper, München 2002

ISBN 978-3-492-24041-3

Pete McCarthy hat seinen Hut genommen. Im Alter von 51 Jahren starb am 7. Oktober 2004 in London der Autor von McCarthy’s Bar. Sein Buch McCarthy’s Bar – A Journey of Discovery in Ireland wurde nicht nur in Irland zu einem Bestseller.

Wie lautete seine achte Reiseregel? Laufe niemals an einem Pub vorbei, der deinen Namen trägt! Womit Pete’s Streifzug über die grüne Insel begann, durch Pubs, die wie Gemüseläden und Touristenfallen, die wie Pubs aussahen. Er kostete die berühmten irischen Kartoffeln um dann zu erfahren, dass sie aus Ägypten stammten, fand sich in ein angeregtes Gespräch über Gott, das Wetter und Rugby verwickelt, als er nur nach dem Weg fragen wollte.

Ein durch und durch vergnügliches Buch, mitunter etwas bissig gegenüber deutschen Touristen, und manchmal schießt er in seinem Bemühen, aus jedem Satz eine Pointe ziehen zu wollen, ein wenig übers Ziel hinaus und der Witz wirkt etwas aufgesetzt. Doch dies trübt das Lesevergnügen nur marginal, es bleibt ein rundum empfehlenswertes Buch.

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Bücher aus Irland: Sean McGuffin, Zum Lobe des Poitín

Sean McGuffin

Zum Lobe des Poitín

Geschichten aus der irischen Schwarzbrennerei

Erstveröffentlichung: 1978 (In Praise of Poteen)
Übersetzt von Jürgen Schneider
188 Seiten, broschiert
Edition Nautilus, Hamburg 1996

ISBN 978-3-89401-255-7

Eine Lobrede auf ‘die starke farblose Spirituose, in eigener Brennblase mit traditionellen Zutaten unter Steuerbefreiung gebrannt, zum Wohle und der Erquickung des harten irischen Daseins’. Dies die Definition des Autors von Poitín (engl.: Poteen), einem gälisches Wort, das eigentlich ‘Pöttchen’ bedeutet.

Sechs angenehme Monate verbrachte Sean McGuffin (1942–2002) nach eigenem Bekunden mit Recherchen, Reisen auf den abgelegensten Straßen Irlands und dem Verkosten von Unmengen von Moonshine, dem zumeist von älteren Männern in versteckten Destillen der Hügel Irlands schwarzgebrannten Whiskey. Er schreibt über die Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung des Poitíns und berichtet, illustriert mit historischen Fotos, über die Jagd auf Schwarzbrenner, die mitunter selbst im Gefängnis ihrer Profession nachgingen. Auch alte Rezepte werden aufgelistet, doch Autor und Verlag erklären kategorisch, auf gar keinen Fall die Leserinnen und Leser dazu verleiten zu wollen, Poitín selber herzustellen oder Schwarzgebranntes käuflich zu erwerben.

Daneben finden wir eine Vielzahl von Anekdoten, Gedichten, Liedern und Erzählungen über dieses Lebenselixier, von dem ein irischer Arzt im Jahre 1760 feststellte: 1. es heilt die rissige Haut an den Händen / 2. tötet Würmer / 3. kuriert Kopfschmerzen / 4.verhindert das Altern / 5. stärkt die Jugend / 6. hilft bei Verstopfung / 7. löst das Phlegma / 8. vertreibt die Melancholie / 9. erfreut das Herz / 10. vertreibt den Grieß / 11. kuriert die Wassersucht / 12. heilt den Harndrang / 13. klärt den Geist und beflügelt die Sinne / 14. mindert das Gewicht / 15. lässt den Wind abgehen / 16. bewahrt den Kopf vor Schwindel.

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Bücher aus Irland: Liam O’Flaherty, A Tourist’s Guide to Ireland

Liam O’Flaherty

A Tourist’s Guide to Ireland

Erstveröffentlichung: 1929
Sprache: Englisch
80 Seiten, broschiert
Dublin, Wolfhound Press, Dublin 1998

ISBN 978-0-86327-589-0

“Willkommen in Irland, unserem gloreichen unzivilisiertem Land, in unbefleckter Jungfräulichkeit bewahrt durch die vier Säulen der irischen Gesellschaft: dem Gemeindepriester, dem Politiker, dem Bauern und dem Kneipenwirt. Nie werden die Wellen des Fortschritts die heiligen Werte untergraben, auf denen unsere große Nation begründet ist. Solange diese Bastionen halten, wird Irlands Ruhm und Ehre sicher sein vor der Verderbnis der modernen Zivilisation ...”

Eine großartige Satire zu den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen im irischen Freistaat. Liam O’Flaherty wurde am 28.08.1896 auf Inis Mór geboren und ist Autor vieler Kurzgeschichten und des auch in deutscher Übersetzung erschienenen Romans Hungersnot.

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Wild Atlantic Way

Stefan Schnebelt

Wild Atlantic Way

300 Seiten, geb., Fadenheftung
Format 31 × 22 cm
Landwirtschaftsverlag, Münster 2015

ISBN 978-3-7843-5393-7

In 14 Kapiteln führt die visuelle Reise des Fotografen Stefan Schnebelt entlang Irlands spektakulärer Küstenstraße, dem Wild Atlantic Way, von der Inishowen Halbinsel im äußersten Norden Irlands entlang der Westküste bis zum Hafenstädtchen Kinsale im Süden der Insel. Der Bildband zeigt die landschaftliche Schönheit der irischen Westküste in einzigartigen Aufnahmen. Die Bildlegenden beinhalten sowohl die englischen als auch die irischen Ortsnamen, dazu gibt es zu jedem Kapitel eine Übersichtskarte mit den Koordinaten aller Foto-Locations.

Erhältlich ist der aufwendig gestaltete Bildband im Buchhandel oder noch besser hier auf der Website des Autor, auf der man auch durch die Seiten des Buches blättern kann.

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Bücher aus Irland: Ralf Sotscheck, Gebrauchsanweisung für Irland

Ralf Sotscheck

Gebrauchsanweisung für Irland

Erstveröffentlichung: 1996
Erweiterte Neuausgabe
224 Seiten, broschiert
Piper Verlag, München 2010

ISBN 978-3-492-27594-1

Was soll man zu diesem Standardwerk, das mittlerweile in 6. überarbeiteter Neuauflage vorliegt, noch sagen? Ein Zitat aus dem Vorwort des Autors aus dem Jahr 1996: “Es gibt drei große Lügen in Irland, so behaupten jedenfalls die Einheimischen – und die müssen es ja wissen. Erstens: Das ist wirklich das letzte Bier für heute. Zweitens: Wir treffen uns um halb neun. Und drittens: Der Scheck ist bereits unterwegs.” Vielleicht gibt es noch eine vierte Lüge, die da wäre: “Dieses Buch muss man nicht lesen.”

Dass die Iren sowohl rothaarig als auch gottesfürchtig sind und – sofern sie nicht gerade betrunken sind – Werke der Weltliteratur verfassen, wissen Sie vermutlich schon. Dass es darüber hinaus noch viel mehr Wissenswertes über das Land gibt, zeigt der Autor in seinen liebenswürdig-ironischen Schilderungen und verrät dabei auch den Trick, mit dem irische Radfahrer in Dublin überleben: Sie wagen sich erst bei völliger Dunkelheit mit ihren Zweirädern auf die Straße und fahren dann ohne Licht, so dass sie sich von den Autofahrern unbemerkt durch den Verkehr schlängeln können.

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Bücher aus Irland: Jürgen Tronicke, Feuer über der See

Jürgen Tronicke

Feuer über der See

Leuchttürme Irlands und der Isle of Man

144 S., geb., Fadenheftung

ISBN 978-3-89225-573-4

Leuchtturm-Bildbände mit großformatigen Glanzfotos und nichtssagenden Texten gibt es viele, doch über ihre Geschichte und Technik findet man nur selten umfassende Information. Ganz anders Jürgen Tronicke in seinem neuen, aus der Art der üblichen Leuchtturm-Literatur fallenden Buch Feuer über der See – Leuchttürme Irlands und der Isle of Man. Der Autor begnügt sich nicht mit ästhetisch ansprechenden Fotos, sondern überzeugt darüber hinaus mit umfassenden Detailkenntnissen. Er berichtet über die Geschichte der Leuchttürme, ihre Erbauer, ihre Architektur, ihre Technik und Kennung sowie die genaue geografische Position. Aber auch der Reisende auf dem Landweg findet eine Wegbeschreibung.

Seit 20 Jahren setzt sich Jürgen Tronicke für die Erhaltung alter Leuchttürme ein, unter anderem im Verein Rettet den Roten Sand und als Vorsitzender der World Lighthouse Society.

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