Irische Ortsnamen ...

... gestern und heute

Clontarf – die Schlacht auf der Bullenwiese

Sehr interessant, die Sache mit den Ortsnamen, schreibt Rüdiger von celtic-lyrics.com, und er würde gerne ‘Clontarf’, was sich von ’Cloinn Tarbh’, der Bullenwiese, herleite, beisteuern.

Warum nicht, das bringt einen weiteren Buchstaben in diese Abteilung. Cluain Tarbh habe ich als irisch-gälische Schreibweise gefunden, wörtlich Wiese eines Bullen. Den unbestimmten Artikel ‘ein’ gibt es im Irischen nicht, man muss ihn sich zum Hauptwort hinzudenken.

Wie dem auch sei, in Cluain Tarbh unweit von Dublin schlug am Karfreitag des Jahres 1014, es war ein 23. April, der irische Hochkönig Brian Bórú die Dänen und läutete damit das Ende der Wikinger in Irland ein. Allerdings auch sein eigenes, denn er fiel in der Schlacht. Zwei übernatürliche Bullen spielen in der Táin Bó Cualinge, dem Rinderraub von Cooley aus der irischen Mythologie, eine entscheidende Rolle, und vielleicht ist das ein Grund, weshalb es noch weitere Bullenwiesen als Ortsnamen gibt, Cloontariff in Mayo, zum Beispiel, oder auch Cloontariv in Kerry.

 
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Coosane – die ‘kleine Höhle’ in West-Cork

“Hier eine kurze Notiz von einem anderen Irlandfan”, bekam ich kürzlich eine nette Mail aus Wickede an der Ruhr. “Ich verliebte mich in West-Cork und habe starke Bindungen zu diesem so wunderbar wilden Teil der Grafschaft Cork. Daher meine eMail, in der ‘Coosane’ steckt, der Name der Bauernschaft, in der ich wohnte. Coosane, das heißt kleine Höhle.”

Stimmt, wobei dies eine lautmalerische Nachbildung des alten gälischen Ortsnamen ist. Cuas ist im irischen die Höhle und Cuaisín, die Verkleinerungsform, wenn man so will ein ‘Höhlchen’. Woraus sich lautmalerisch im Englischen Coosane abgeleitet hat. Es gibt eine Reihe weiterer Orte im Lande, die den gleichen Ursprung haben, so Coosan, Coosaun oder auch Coosheen, was vielleicht von allen die beste lautmalerische Nachbildung des ursprünglichen Namens ist.

 
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Ortsnamen in Irland, Stand 22.02.2005